Sarulesti-Stausee in Rumänien
Ein kurzer Reisebericht von Holger
Am Samstag, den 06.10. ging es vom Dortmunder Flughafen in 2,5 Std. nach Bukarest-Baneasa. Eine Woche gummieren stand auf dem Programm.Der Flug war angenehm und ich lernte meine zwei Mitangler Uli und Klaus kennen.
Am Flughafen wurden wir dann von einem Fahrer abgeholt, der uns dann in knapp einer Stunde durch das dreckige Bukarest über Land zum Sarulesti und letztendlich zu Robert Radutas Lodge brachte.
Dort war ich angenehm überrascht, als ich ein sehr gemütlich eingerichtetes Anwesen vorfand.Überall hingen Bilder von großen Karpfen,Hechten und natürlich Zandern.Außerdem schmückten im “Jagdzimmer” eine große Anzahl von präparierten Tieren die Wände.
Wir bekamen unsere Einzelzimmer zugewiesen und waren schon ganz heiß auf die erste Ausfahrt.So 2-3 Stunden könnte man ja noch mal schnell ein paar Gummies durchs Wasser ziehen, um die erste Sucht zu befriedigen.Gesagt,getan!
Die Boote hatten alle zwischen 4-5 PS.Normale GFK-Boote mit Anker und Echolot.Uli und Klaus in einem Boot und ich und ein junger Schweizer “Guide” in dem anderen.Ich traute meinem Augen nicht,als ich hin und wieder einen Blick auf´s Lot warf…Fisch ohne Ende!Sicheln,wie man es sonst nur aus dem Bilderbuch kennt.An jeder Kante und an jedem Wall Fisch in großer Anzahl.Ich konnte es kaum erwarten..Endlich stoppte der guide die Schüssel,warf den Anker und los gings.Die ersten Bisse ließen nicht lange auf sich warten.Wir konnten einige Zander zwischen 50-60 cm,sowie ein paar Barsche und einen 70er Hecht verbuchen.
Was mir auffiel,war die enorme Kampfkraft der Zander.Wir hatten einige Fische,die wie Meerforellen aus dem Wasser kamen und und einen tollen Tanz lieferten.Wahnsinn;warum machen das unsere Stachler nicht???Ich kann mir keinen Reim darauf machen.Da macht sogar ein relativ kleiner Zander richtig Spaß an der Rute.Die Barsche waren zu 95% richtig schwarz gefärbt.Wie unsere Zander-Männer auf´m Nest.
Am zweiten Tag bekam ich einen Dämpfer,über den ich noch heute heulen könnte.Es war der 5te,oder 10te Hänger,den ich versuchte zu lösen,als es plötzlich “knack” machte und meine geliebte Marryat brach über der Verbindung.SHIT-FUCK-SHIT!!!Naja,hilft ja nix…Also zurück zur Lodge und schnell die Ersatzrute fertig gemacht.Die Fische bissen nur tagsüber,wenn viel Licht ins Wasser kam.Sobald es dunkel wurde,blieben die Bisse wie abgeschnitten aus.
Wir konnten also ausschlafen,frühstücken und dann gemütlich auf´s Wasser,ohne etwas zu verpassen.
Man bekommt dort eine Vielfalt an Tieren zu Gesicht.Von großen Maulwurfsgrillen über Schakale,Taubenschwänze,Silberreiher und Ringelnattern.Die tiefste Stelle,die ich auf´m Lot hatte,war 9,1m.Die Fische bissen zwischen 1,5-5m.Teilweise wurden die Ködern schon aufgefangen.Die Bisse kamen knallhart;richtig aggressiv!Ich persönlich fischte mit 10er Kopyto in Perlmutt und reinweiss,WedgeTail 3,5” in FireTiger und mit der 9er Sandra in Perlmutt.Einige gute Fische konnte ich auch auf Akuru-Rassler von Spro haken.Irgendwie hatte ich gelb und chartreuse gar nicht eingepackt.Uli und Klaus konnten einige sehr schöne Fische auf diese Farben einlochen.Wir hatten in 5 Tagen über 300 Zander,über 50 Barsche und 4 Hechte.
Wir fischten auch an dem Vorsee,der eine Verbindung zum Sarulesti hat.Dort fingen wir eigentlich die größten Fische.Unter anderem hatte ich dort einen 93er Hecht,der wunderschön gezeichnet war.Uli hat dort leider einen großen Zander verloren,den wir gerne auf´m Foto gebannt hätten.
Fazit:Der Sarulesti hat mich nicht enttäuscht!100 und mehr Fische sind auch dort nur an absoluten Bingo-Tagen möglich.Der See ist aber sehr kurzweilig,die Kampfkraft der Fische phänomenal und das Gesamterlebnis klasse!
Ich werde auf jeden Fall wieder hinfliegen und nächstes Mal habe ich auch 17er Kopys und gelb und chartreuse im Gepäck!!
Viele Grüße


